Vortrag – „Das Lernen lernen“

Grundschule Gladbach – „Das Lernen lernen“
Wie kann man Kindern Methoden an die Hand geben, um den Stoff, der in der Schule vermittelt wird, auch dauerhaft zu behalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags „Lernen lernen“. Ein Lerncoach gab Eltern Tipps, wie strukturiert Lernerfolge erreichbar sind. Etwa durch regelmäßiges Wiederholen.
Steffen Steitz ist Lerncoach und Referent des gemeinnützigen Lernvereins Berlin (LVB). Er vermittelt beileibe nicht wenige Informationen, und wenn es solche sein sollten, auf die man auch später noch zurückgreifen will, gibt es laut Steitz nur einen einzigen Weg: „Wiederholen, wiederholen, wiederholen.“
Übertragen auf das häusliche Lernen mit Kindern rät er zu täglichen Übungen in „knackigen fünf bis zehn Minuten“. „Bleiben Sie stets in diesem Zeitrahmen, auch wenn Sie glauben, dass er nicht ausreicht. Das Kind muss wissen, dass dann wirklich Schluss ist.“
Nur wer Gelerntes ständig wiederhole, transportiere sein Wissen vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Kurzzeitgedächtnis und von da aus in die „große Lagerhalle“ des Langzeitgedächtnisses. Lediglich ein Mal gehörte Informationen gingen alsbald wieder verloren. „Das Gehirn arbeitet ökonomisch, alles, was nicht wiederholt wird, erachtet es als unwichtig und schmeißt es wieder raus.“
Das Speichern kann laut Rennen gefördert werden durch ein im Badezimmer neben dem Waschbecken platziertes Plakat, auf dem beispielsweise das kleine Einmaleins steht. So präge sich quasi beim Zähneputzen der Stoff auf die visuelle Art ein.
Erfolgreiches Lernen basiere zudem auf Ordnung sowie bestimmte Strukturen und Techniken. Ein klar gegliedertes, übersichtlich und sauber geführtes Heft sei zweifellos förderlich, dazu das Lernen in Kategorien, denn diese erleichtern dem Gehirn eine Aufnahme.
Näher ging Rennen zudem auf die Charakterisierung der vier verschiedenen Lerntypen ein. „Aber jedes Kind ist nicht zu 100 Prozent der eine Typ, jedes ist ein Mischtyp mit unterschiedlichen Anteilen.“